Lange war es ruhig...

... und auch in nächster Zeit werde ich eher sporadisch als regelmäßig dazu kommen, euch auf den neuesten Stand zu bringen.

Das alles hat natürlich einen Grund:

Herr Baby Gerda ist da!! Er kam am 12.3. vier Wochen zu früh auf die Welt, aber nach der ersten Zeit zu Hause spielt sich alles allmählich ein und wir "kommen an". Es ist einfach ein wundervolles Gefühl, endlich Mama (und Papa) zu sein!!

Auch bei Gerda tut sich einiges. Mittlerweile verwandelt die Gute sich von ehemaliger "Oma-Behausung" zum Rohbau. Ein wenig erschreckend wirkt das Ganze schon, aber man muss sich vor Augen halten, dass, sobald alle Räume wirklich "roh" sind, die Handwerker ihren Job antreten werden und wir erst wieder beim Tapezieren und Co. selbst anpacken können.

Was hat sich getan?

- Alle Tapeten sind runter.
- Die Wand und ein Teil der Fliesen im Bad sind raus, es wirkt jetzt so viel größer, das ist toll!
- Im Erdgeschoss sind die Elektroleitungen aus der Wand. Die waren vielleicht abenteuerlich verlegt...
- Der Fliesenspiegel in der Küche ist runter.
- Die Decke im Wohnzimmer ist runter.
- Die Heizungsdiskussion zieht sich unendlich hin. Mittlerweile haben wir wirklich ALLE Möglichkeiten durchgespielt. Aktuell sieht es so aus, als bekämen wir eine Luft-Wärme-Pumpe. Immer wieder mal was Neues ;-)
- Das Haus ist eingerüstet, denn nächsten Monat beginnen die Dacharbeiten.

An dieser Stelle MUSS MUSS MUSS ich erstmal ganz viele Lobesreden loswerden... Herr Gerda ist so fleißig, nicht nur bei Gerda selbst, sondern auch hier zu Hause hält er mir gerade wunderbar den Rücken frei. Es ist einfach unglaublich, wie viel Zeit ein Baby, dass doch eigentlich "nur" schläft in Anspruch nimmt. Auch unseren Müttern muss ich dabei danken. Nicht nur, dass sie im/am/ums Haus helfen, wo sie können, sie bekochen uns derzeit auch noch, damit wir ganz entspannt "dreisam" sein können <3
Und natürlich darf ich meine Schwägerinnen und Schwager nicht unerwähnt lassen. Was in so kurzer Zeit bewerkstelligt wurde dank unserer Familie ist einfach... unbeschreiblich. Ich bin wirklich überwältigt von so viel Hilfe und zutiefst dankbar für alles.

Es ist so toll, dass wir uns alle haben!

(Und wenn das jetzt etwas sehr sentimental klingt- das sind die Post-Schwangerschafts- und Still-Hormone :-) )

Ohne Plan läuft nichts

Am Wochenende fiel der offizielle Startschuss zum "Gerda sanieren".

Die restlichen Möbel und Sperrmüll wurden rausgestellt, es wurde angefangen Tapeten abzureißen und die ersten 2 Mini-Wände sind gewichen.

Blick von unten, die Treppe herauf. Und wehe jemand schreibt nun, wie toll er die Tapete findet ;) 
Hier war mal ein Kämmerchen. Das Dachfenster wird vergrößert, damit wir im gesamten Treppenhaus mehr Licht haben. 

Nein, das waren gaaaaar nicht viele Taptenschichten *ironie* ... und Styropor!
So sieht der alte Putz unter der Tapete in seiner ganzen alten Pracht aus... Überall im Haus scheint der Putz derartig verziert zu sein. 

In dem Zimmer, das auf den Fotos zu sehen ist, sind wir, von der Decke abgesehen, fertig mit Tapeten abreißen.
Die Woche über wollen wir versuchen das Haus Stück für Stück von den Tapeten zu befreien, damit Herr Gerda die Elektro-Leitungen neu verlegen kann. Die sind nämlich auf ganz abenteuerliche Weise im Haus verlegt. Einmal schräg durch die Wand, zum Beispiel. Und bevor das nicht geschafft ist, kann der Heizungsbauer nicht ans Werk gehen.
WENN Herr Gerda dann mit den Leitungen fertig ist, wird er sich um den Bad-Abriss kümmern, der seinen ganz eigenen Spaß bereithält: Zwei Doppel-T-Träger, die in den Boden eingesetzt sind, der wiederum raus muss...


Alles mal wieder anders...

So ist das eben, bei einem solch großen Projekt. Es kommen immer wieder neue Denkansätze und Ideen.

Um die Kosten für einen kompletten Schornsteinabbruch + Neubau zu umgehen, werden wir wahrscheinlich einen Außenkamin montieren lassen. Abgesehen davon, dass die zumeist nicht so wahnsinnig schick sind, ist das einfach die günstigste Alternative. Die Heizung würde dann dementsprechend nicht mehr in den Keller kommen, sondern in unsere Werkstatt, die ja ebenerdig im Haus ist. (An dieser Stelle merke ich, dass ich euch mal einen aktuelleren Grundriss zukommen lassen müsste...)
Immerhin, so haben wir dann 3 Kellerräume zum Vollrümpeln *grins* Wer weiß, vielleicht wird ja ein Kellerraum mal so eine Art Partyraum? Zukunftsmusik!

Was gibt es sonst noch Neues? Wir haben am Dienstag angefangen Gerda zu entrümpeln, etliches an Sperrmüll nach draußen getragen (also ich nicht, dafür mein Schwiegervater und mein Stiefvater), meine Mutter und meine Schwiegermutter haben tatkräftig dabei geholfen die Schränke zu entleeren, die letzten Deko-Gegenstände, die im Haus waren zu entfernen und Gardinen abzunehmen. Am kommenden Wochenende übernehmen die starken Jungs dann die letzten großen Möbelstücke und schaffen sie aus dem Haus, dann können wir beginnen die Tapeten und ganze Wände abzureißen :-)

Außerdem sieht es wohl so aus, als könne unser Dachdecker bereits nächsten Monat beginnen... Das ist doch schon mal total toll! :-)

Gerdas Schätze

Heute hatten wir eine kleine Begehung mit dem Schornsteinfeger, um in Erfahrung zu bringen, wie es um den Schornstein, der für die Heizung gedacht ist, bestellt ist.

Leider gibt es hier keine guten Neuigkeiten, der komplette Schornstein ist nicht nur dicht, sondern auch viel zu schmal, als das unsere Pelletheizung daran angeschlossen werden könnte.

Das bedeutet also, dass der komplette Schornstein neu gebaut werden muss. Es ist kein Beinbruch und sicherlich hat man immer im Hinterkopf, dass es unerwartete Kosten geben kann, aber gewünscht hätte man sich natürlich was Anderes.

Warum aber nun der Titel "Gerdas Schätze"?

Weil ich heute trotz schlechter Neuigkeiten durch den Schornsteinfeger etwas ganz Wunderbares in einem Schränkchen gefunden habe.

Schaut selbst:

                                     ♥



Ein kleiner Setzkasten mit ganz viel Nähgarn, eine Tüte voller Reißverschlüsse und eine Tüte voll mit verschiedenen Bändern! Da geht der Nähmami doch das Herzelein auf :-) 

Im gleichen Zuge will ich dann von 2 kleinen Nähprojekten berichten, bzw. sie euch zeigen. Im Laufe des gestrigen Vormittages sind nämlich zwei Beanies entstanden. Zum einen für unser Patenkind, zum anderen für den kleinen Bauchzwerg... :-) 


Beanie für den Bauchzwerg 
Beanie für das Patenmäuschen

Genäht habe ich die Beanies nach dieser Anleitung und es ging wirklich super einfach und vor allem... super schnell!




Endlich ist es offiziell!!

Endlich ist es offiziell und so richtig richtig richtig wahr!!

Wir sind Eigenheimbesitzer!! 

Gestern fand nicht nur die offizielle Schlüsselübergabe statt, sondern gleichzeitig war Post vom Notar gekommen, dass wir nun offiziell im Grundbuch stehen! YAY!!! :-)

Und sofort prasselten lauter To-Do's auf uns ein *lach*

Davon ab, dass wir Dachdecker Nr 2 direkt zusagen werden und auch dem Heizungsbauer das Go geben, müssen wir auch direkt mit dem Bad loslegen. Immerhin reißen wir das in Eigenregie ab und das ist ja auch nicht an einem Nachmittag getan.

Außerdem jagen wir noch mal sämtliche Bekannte, Verwandte, Freunde durch das Haus, ob irgendjemand noch irgendetwas daraus haben will - alles, was niemand haben will, landet sonst auf dem Sperrmüll.

Also??? Auf gehts!! :-)

Direkter Vergleich

Heute war spontan Dachdecker Nummer 2 bei uns zu Hause um sein Angebot durchzusprechen.

Ohne etwas vorweg greifen zu wollen...

Der direkte Vergleich: 

Direkt vor Ort: 
- Dachdecker 1 macht vor Ort einen soliden Eindruck, ist recht sympathisch.
- Dachdecker 2 macht vor Ort ebenfalls einen soliden Eindruck, punktet noch mit eigenen Ideen.

Bearbeitungszeitraum für das Angebot:
- Dachdecker 1 übermittelte uns das Angebot bereits nach 3 Werktagen per Post.
- Dachdecker 2 übermittelte uns das Angebot nach 4 Werktagen in einem persönlichen Gespräch.

Verwendete Materialien und Herangehensweise:
- Dachdecker 1 verwendet nur "Mercedes-Ware" und handelt nach allerneuestem Verfahren.
- Dachdecker 2 verwendet Otto-Normal-Ware und handelt nach aktuellem, standardisiertem Verfahren

Die Sache mit dem Preis: 
Kurz und knapp - Dachdecker 2 ist im fünfstelligem Bereich günstiger als Dachdecker 1.



Ich konnte mit Herrn Gerda noch nicht durchsprechen, für welches Angebot wir uns entscheiden, obwohl die Fakten für Dachdecker 2 sprechen. Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass es auch auf diesen hinauslaufen wird, denn ein Mercedes ist schön und gut, aber der Golf fährt sich auch sehr sicher ;-)

Informationen, Informationen.... und Handwerker, die sich selbst gern reden hören.

Was eine Woche!

Wir hatten diese Woche, wie angekündigt, gleich 4 Termine rund ums Haus. "Beehrt" haben uns zwei Dachdecker und zwei Heizungsinstallateure, wovon einer auch Badsanierungen durchführt.

Ich muss gestehen, dass mir gerade etwas schwer fällt ein gescheites Resümee zu fällen, denn es sind einfach SO VIELE Informationen auf uns eingeprasselt, dass es schwierig ist, da den Überblick zu behalten. Vor allem: Jeder sagt etwas Anderes. Dabei sollten die Gewerke untereinander durch halbwegs ähnliche Ansichten haben, oder irre ich mich da?

Fangen wir bei den Dachdeckern an:

Dachdecker Nummer 1 ist der Ferrari unter den Anbietern. Es ist allgemein bekannt, dass er teuer ist, aber er soll ebenso gut arbeiten. Da wir immer nach dem Prinzip leben "Wer billig kauft, kauft zweimal" würde uns ein etwas überhöhter Preis nicht sonderlich stören, sofern die Arbeit, die geleistet wird, natürlich top ist.

Unser Eindruck: Ein wirklich solider Typ, vom Auftreten her merkt man aber schon, dass man es hier nicht mit dem Ur-Handwerker aus dem Bilderbuch zu tun hat. Mit einem Laser-Mess-Gerät hat er ratzifatzi das Haus ausgemessen und schlichtweg unsere Wünsche respektiert, notiert und noch hier und da einen Hinweis da gelassen. Summa Summarum waren wir mit der Leistung zufrieden, mehr noch sogar, als 3 Tage später tatsächlich schon das Angebot im Haus war. Da ich aufgrund des allgemeinen Geredes ja wusste, dass dieser Dachdecker etwas teurer sein soll, habe ich mich auf eine hooohe Summe eingestellt. Und so war die tatsächliche Summe gar nicht so erschreckend :-)
Ach und... er hat gesprochen wie Tim Mälzer. Da dass ja mein persönlicher Koch-Guru ist und ich seine Rezepte LIEBE, konnte ich irgendwie nicht anders als ihn sympathisch zu finden *lach*


Dachdecker Nummer 2 IST der Handwerker aus dem Bilderbuch. Mit Flanellhemd und einer Plauze, die meinen Schwangerschaftsbauch der 35. Woche neidisch werden lässt, aber einem durchaus freundlichen Auftreten begingen wir das Haus. Dieser Handwerker soll der günstigste Anbieter hier im Umfeld sein, also genau das Gegenteil vom Dachdecker Nummer 1.

Mein Eindruck: Deutlich begeisterter bei der Arbeit mit vielen praktischen Ideen und Tipps war ich rundum zufrieden mit dem Gespräch. Zwar wurde einer seiner Tipps letztlich vom Heizungsbauer gestern wieder verworfen, aber er soll ja auch unser Dach decken und nicht die Heizung installieren. Davon abgesehen hat er uns auch die Möglichkeit gegeben etwas in Eigenleistung zu erbringen, was folglich einfach aus dem Angebot heraus gerechnet würde. Dies wäre, so wie ich es verstanden habe, bei Dachdecker Nummer 1 nicht der Fall.
Und wenn man wenigstens die Lohnkosten der Handwerker fürs Abtragen der jetzigen Ziegel sparen kann, dann ist das doch auch was, oder nicht?
"Niedlich" fand ich seine Art und Weise zumindest im Vergleich zum anderen Dachdecker, wie er das Haus ausgemessen hat. Mal hier und mal da den Zollstock angehalten, dann einfach mal nur hochgeschaut ein wenig geblinzelt und eine Zahl aufgeschrieben,... Alles Pi mal Auge. Da bin ich mal auf das Angebot gespannt, ob die ermittelten Quadratmeter des Daches mit dem des anderen Dachdeckers übereinstimmen :-)


Am anstrengendsten waren die beiden Heizungsinstallateure. Aber ich muss auch zugeben, dass diese Aufgabe derart umfangreich ist, dass ich da nur schwer folgen kann. Fakt ist ja, dass keinerlei Heizsystem installiert ist. Unser Wunsch ist eine Holzpellet-Heizung mit Solarunterstützung und einer Wandheizung.
Eine Wandheizung funktioniert nach dem selben Prinzip wie eine Fußbodenheizung, nur dass die Rohre eben schlingenförmig in der Wand verlaufen anstatt im Fußboden.

Wir haben uns für dieses System entschieden, weil uns an der Nachhaltigkeit gelegen ist. Eine Ölheizung kommt für uns nicht in Frage und da es auch keine Gasleitungen gibt, fällt diese Art zu heizen von vornherein raus. Und einen Gastank brauche ich genauso wenig wie einen Öltank.

Nun zu Heizungsinstallateur Nummer 1:
Kurzum: Ich glaube, der hatte keine Lust. Und je mehr Tage nach dem Gespräch vergehen, desto mehr verstärkt sich dieser Eindruck. Er riet uns von einer Wandheizung ab, da ja immer zu viele Möbel davor stünden oder in den oberen Räumen die Fläche gar nicht ausreichen würde. Seiner Meinung nach wären normale Wandradiatoren am idealsten, wenn auch nicht so schick. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass er mit unserer bevorzugten Art zu heizen keine nennenswerten Erfahrungen besitzt.
Und was am schwersten wiegt: Er mag Gerda nicht! Das wurde immer wieder deutlich. Und das mag ich nicht ;-)

Dass Heizungsinstallateur Nummer 2 genau unsere Schiene fährt, wussten wir bereits im Vorfeld, weil wir ihn über Bekannte kennengelernt haben, die ebenfalls eine Holzpellet-Heizung eingebaut haben.
Er war sehr aufgeschlossen, hatte auch einige Hinweise, Tipps, Ideen und ist wirklich eine "dufte Type", aber er hat so gern geredet, dass ich zum einen fatalerweise ganz oft abgeschaltet habe und zum anderen es irgendwann nicht mehr aushielt und den armen Herrn Gerda mit ihm allein gelassen hab. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass wir ja nun die ganze Zeit durch Gerda hindurchgestiefelt waren und da war es kalt. Natürlich war es kalt, es war ja auch nicht geheizt. Und Herr Baby Gerda und ich sind derzeit nicht so der Fan von Kälte :-)
Summa Summarum ist alles für ihn machbar und auch seine erste Preiseinschätzung war mehr als in Ordnung. Das gefällt uns doch!

Was nun zu tun bleibt...

Wir müssen genaues Aufmaß der Räume nehmen und einen Grundriss erstellen. Nur so können die Heizungsbauer genau berechnen, welche Heizkraft der Kessel haben muss (ich hoffe, ich erzähle hier gerade keinen Mist *grübel* ). Außerdem können, sollten, müssten wir Rücksprache mit dem Schornsteinfeger halten, damit zum einen der Schornstein mal gereinigt würde, zum anderen damit der Heizungsinstallateur da genaue Maße vom Schornstein bekommt.
Ferner müssen wir uns mit dem Gedanken anfreunden, dass die Elektroleitungen neu gemacht werden sollten, wenn man im Zuge der Wandheizung schon einmal die Wand offen hat. Laut Herrn Gerda ist das kein Problem, "Strippen ziehen" ist nicht so der große Kostenfaktor. Außerdem müssen wir uns überlegen, wie die weitere Wandgestaltung aussehen soll und ggf. Rücksprache mit einem Trockenbauer halten.

Puh!

Liest noch wer mit? Wenn ja, dann Respekt, dass ihr durchgehalten habt! :-)

Ich fühle mich jedenfalls ER-SCHLA-GEN von den ganzen Informationen, dabei habe ich hier auch nur das wichtigste in Kürze zusammen gefasst... Ihr dürft euch also auch ruhig erschlagen fühlen ;-)